Warum Grasland anders funktioniert als ein Gemüseacker
Weltweit ist Gras- und Weideland flächenmäßig die wichtigste Form landwirtschaftlicher Nutzung. Je nach wissenschaftlicher Quelle entfallen rund 75 bis 80 Prozent der globalen Agrarfläche auf diese Flächen. Dort wachsen vor allem Pflanzen, die Menschen nicht direkt essen können. Genau hier kommen Wiederkäuer wie Rinder ins Spiel: Sie können diese Pflanzen verwerten und daraus Lebensmittel erzeugen.
Viele Wiesen und Weiden lassen sich nicht einfach in Ackerland umwandeln. Bodenbeschaffenheit, Klima, Lage oder geringe Fruchtbarkeit machen den Anbau von Nutzpflanzen für die menschliche Ernährung dort oft unmöglich. Ohne Tiere bliebe die auf diesen Flächen wachsende Biomasse für unsere Ernährung ungenutzt. Tiere schließen damit eine Ernährungslücke, die rein pflanzlich auf diesen Flächen nicht zu füllen wäre.