Warum Medium so gut ankommt … sogar bei „Durch“-Liebhabern
Der Grund liegt im Zusammenspiel zweier Effekte: Bei kürzerer Garung im Inneren des Steaks bleiben saftige, fleischige Aromen erhalten. Gleichzeitig sorgen hohe Temperaturen beim kurzem, heißen Anbraten außen für kräftige Röstaromen. Steaks im Bereich medium-rare bis medium treffen so für viele Menschen einen sensorischen „Sweet Spot“.
Genau diese Kombination aus fettgetragene Aromen aus dem Inneren und auf Röstaromen von außen schmeckt Test-Essern besonders gut. In Wissenschaftsdeutsch heißt das: Konsumenten bevorzugen Rindfleisch, das sowohl Lipid‑Abbauprodukte als auch Maillard‑Röstaromen liefert.
Interessant ist auch: Wird ein Steak leicht unter dem gewünschten Gargrad serviert (etwa medium für Liebhaber von medium-well) wird das häufig positiver wahrgenommen als ein Steak, das zu weit gegart ist. Ein kleines Spiel mit dem Gargrad zahlt sich also geschmacklich aus, auch wenn wir uns das nicht immer gern eingestehen.