Mehr Kreislauf als Konkurrenz

Warum Tiere vor allem das fressen, was wir nicht essen können
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Mehr Kreislauf als Konkurrenz
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Mehr Kreislauf als Konkurrenz
Laut einer Analyse der UN-Ernährungsorganisation FAO besteht der Großteil des weltweiten Tierfutters (rund 86 %) aus Bestandteilen, die für Menschen nicht essbar sind. Dazu zählen vor allem Gras, Ernterückstände und Nebenprodukte die in der Lebensmittelverarbeitung anfallen. Rinder und Schweine können diese Bestandteile nutzen und in Lebensmittel umwandeln und sind damit häufig Teil eines natürlichen Stoffkreislaufs.

Wie aus Nicht-Essbarem Nahrung wird

Ein großer Teil dessen, was in der Landwirtschaft auf den Äckern und Wiesen wächst, landet nicht direkt auf unseren Tellern. Das betrifft zum Beispiel Gras von Wiesen oder Pflanzenreste wie Halme von Weizen, Hafer oder Soja, die nach der Ernte auf dem Feld zurückbleiben.

Hinzu kommen Rückstände aus der Weiterverarbeitung: Schalen und Hülsen der Pflanzen und Feldfrüchte, aber auch Reste vom Pressen, die bei der Herstellung von Saft, Öl oder Getränken wie Bier und Schnaps entstehen.

Was für uns nicht essbar ist, können Nutztiere verwerten und in hochwertige Lebensmittel wie Fleisch oder Milch umwandeln und so sinnvoll in die Ernährungskette einbinden. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten wie die der FAO zeigen, dass Materialien wie Stroh, Pflanzenreste, Hülsen, Ölsaat-Schrote, Destillationsrückstände sowie Frucht- und Gemüsepressreste in großen Mengen anfallen und sich nach einfacher Aufbereitung gut als Tierfutter eignen.

Kurz gesagt: Nutztiere stehen in vielen Fällen nicht in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung, sondern sind Teil eines Kreislaufs der Reststoffe nutzbar macht, die sonst kaum Verwendung finden würden.

Illustration Rind und Mensch Initiative Fleisch

Du willst es ganz genau wissen?

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