Wie aus Nicht-Essbarem Nahrung wird
Ein großer Teil dessen, was in der Landwirtschaft auf den Äckern und Wiesen wächst, landet nicht direkt auf unseren Tellern. Das betrifft zum Beispiel Gras von Wiesen oder Pflanzenreste wie Halme von Weizen, Hafer oder Soja, die nach der Ernte auf dem Feld zurückbleiben.
Hinzu kommen Rückstände aus der Weiterverarbeitung: Schalen und Hülsen der Pflanzen und Feldfrüchte, aber auch Reste vom Pressen, die bei der Herstellung von Saft, Öl oder Getränken wie Bier und Schnaps entstehen.
Was für uns nicht essbar ist, können Nutztiere verwerten und in hochwertige Lebensmittel wie Fleisch oder Milch umwandeln und so sinnvoll in die Ernährungskette einbinden. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten wie die der FAO zeigen, dass Materialien wie Stroh, Pflanzenreste, Hülsen, Ölsaat-Schrote, Destillationsrückstände sowie Frucht- und Gemüsepressreste in großen Mengen anfallen und sich nach einfacher Aufbereitung gut als Tierfutter eignen.
Kurz gesagt: Nutztiere stehen in vielen Fällen nicht in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung, sondern sind Teil eines Kreislaufs der Reststoffe nutzbar macht, die sonst kaum Verwendung finden würden.